Viele verschiedenen Kulturen haben ihre eigenen unterschiedlichen Variationen an Früchtekuchen, die traditionell im Winter - und in christlichen Kulturen zur Weihnachtszeit - zubereitet und serviert werden. Was auch Sinn macht, denn so konnte man damals an köstliche Früchte gelangen, auch wenn sie zu dieser Jahreszeit gar nicht mehr verfügbar waren. Heutzutage haben wir natürlich das ganze Jahr über Zugriff auf alle möglichen Obstsorten und allgemein eine große Auswahl was Süßwaren angeht. Allerdings sind diese traditionellen Leckerbissen so mit der Weihnachtszeit verbunden, dass sie auch heute noch unheimlich populär sind.
In Sizilien ist das auch nicht anders und dort gibt es Buccellato: eine Kombination aus Feigen, Rosinen, Datteln, Nüssen (normalerweise Mandeln) und kandierten Zitrusfrüchten (wie z.B. Zitrone), die entweder als runde Keksform, als Napfkuchen oder als Kleingebäcke gebacken werden. Der genaue Ursprung ist im Laufe der Zeit verloren gegangen und es ist ungewiss, wann die Sizilianer anfingen, diesen Kuchen zuzubereiten, aber es gibt ihn bereits seit Jahrhunderten. Er wird ebenso mit wichtigen Familienangelegenheiten in Verbindung gebracht, z.B. wird er von Pateneltern an die Eltern des Patenkindes überreicht oder der Trauzeuge oder die Brautjungfer schenken ihn den Eltern der Braut, denn er repräsentiert Glück und Wohlstand.
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