
Das mittelalterliche Dorf in Turin ist eine ganz besondere Touristenattraktion, wie man sie sonst nirgendwo anders findet. Obwohl es Dörfer, Ortschaften und Städte mit mittelalterlichen Vierteln oder Zentren in ganz Italien gibt, wurden alle zumindest teilweise im Laufe der Zeit und durch die Entwicklung verändert. Das mittelalterliche Dorf, das sich im Valentino Park befindet, bietet allerdings einen unveränderten Einblick in die Vergangenheit. Es wurde im 19. Jahrhundert gebaut, ist also kein authentisch mittelalterliches Dorf, aber eine sehr getreue, perfekte Nachbildung eines piemontesischen Dorfes aus dem 15. Jahrhundert. Sie können einer Zeitreise in die Vergangenheit kaum näher kommen. Für Geschichtsliebhaber oder alle, die an Neuheiten Interesse haben, empfehlen wir dieses "Dorf" - eine wunderschöne, architektonische Meisterleistung, die Sie begeistern wird, in einer Stadt, die voll ist mit architektonischen Kunstwerken. Buchen Sie einfach ein Ferienhaus in Piemont und verbringen Sie einen spannenden Tag damit, die Stadt Turin und ihre versteckten Kuriositäten zu erkunden.

Das Dorf wurde von 1882 bis 1884 gebaut und war das Geistesprodukt von Alfredo D'Andrade, einem portugiesischen Mediävisten und Architekten, der als Restaurator an mehreren Burgen und Abteien in Piemont gearbeitet hat. Anhand seiner Studien und dem Wissen über solche Gebäude, das er sich aus erster Hand beim Restaurieren der echten Objekte angeeignet hat, hat er das Projekt geleitet und das Dorf gebaut, ohne dabei etwas zu erfinden; er hat die bekanntesten Gebäude in Piemont und in dem Valle d'Aosta als Modelle für sein außergewöhnliches Unternehmen verwendet. Das "Dorf" besteht aus mit Säulen versehenen Häusern, engen Straßen und belebten Handwerksläden, Häusern mit mehreren Türmen, dem Pilger Gasthaus, einem Brunnen, einer Bäckerei, einer Zugbrücke, den Modellen von zwei Häusern aus Bussoleno, dem Haus Alba, dem Haus Frossasco, dem Turm von Alba und dem Haus Courgnè, einer Kirche, die von den Kirchenbauten in Verzuolo und Ciriè inspiriert wurde, mittelalterlichen Kriegsmaschinen und einer Burg, die von Fénis und Verrès inspiriert wurde.

Die Burg ist besonders fesselnd, mit einer Kammer des Lords, die mit kostbaren Möbeln und Einrichtungsgegenständen ausgestattet ist, die alle das Mobiliar aus dem 15. Jahrhundert widerspiegeln; einem kompletten Waffenarsenal-Lager, Küchen und einem Thronzimmer mit Bildern von tapferen Helden und Heldinnen, die von dem Werk 'der falsche Ritter' von Tommaso III von Saluzzo inspiriert wurden; einer Kapelle mit Fresken von Giuseppe Rollini nach Jaquerio di S. Antonio di Ranverso und einem prächtigen dreigeteilten mittelalterlichen Garten: der Lustgarten, mit Rosen, Primeln, Veilchen und anderen Gewächsen; der Garten der einfachen Heilmittel, wo Kräuter, die von mittelalterlichen Apothekern genutzt wurden, wachsen; und der Küchengarten.
Die mittelalterliche Nachbildung war ein Pavillon für die internationale Ausstellung im Jahre 1884 und sollte danach abgerissen werden, wurde aber stattdessen beibehalten und 1942 in ein Stadtmuseum verwandelt. An dem Projekt haben mehrere Hände mitgewirkt, nicht nur D'Andrade. Schriftsteller, Künstler und Historiker kamen zusammen, um dieses Projekt ins Leben zu rufen. Dazu gehörten z.B. der Schriftsteller und Theaterschreiber Giuseppe Giacosa, der die berühmten Opern von Puccini wie “La Bohème” und “Madame Butterfly” geschrieben hat, dessen umfassendes Wissen über Geschichte und Kultur bei der Realisierung dieses Dorfes zu gutem Nutzen kam.
Wenn Sie diesen Teil von Italien besuchen, dann müssen Sie unbedingt das mittelalterliche Dorf besichtigen!
Die mittelalterliche Nachbildung war ein Pavillon für die internationale Ausstellung im Jahre 1884 und sollte danach abgerissen werden, wurde aber stattdessen beibehalten und 1942 in ein Stadtmuseum verwandelt. An dem Projekt haben mehrere Hände mitgewirkt, nicht nur D'Andrade. Schriftsteller, Künstler und Historiker kamen zusammen, um dieses Projekt ins Leben zu rufen. Dazu gehörten z.B. der Schriftsteller und Theaterschreiber Giuseppe Giacosa, der die berühmten Opern von Puccini wie “La Bohème” und “Madame Butterfly” geschrieben hat, dessen umfassendes Wissen über Geschichte und Kultur bei der Realisierung dieses Dorfes zu gutem Nutzen kam.
Wenn Sie diesen Teil von Italien besuchen, dann müssen Sie unbedingt das mittelalterliche Dorf besichtigen!
Bildnachweis
Foto 1: PROJim Linwood / CC BY 2.0;
Foto 3: Eric Borda / CC BY-ND 2.0
Foto 1: PROJim Linwood / CC BY 2.0;
Foto 3: Eric Borda / CC BY-ND 2.0