Parmas Palazzo della Pilotta und die vielen kulturellen Prachtstücke, die in ihm verborgen liegen....

Dienstag, Oktober 16, 2018
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Palazzo della Pilotta
Der Palazzo della Pilotta ist ein Palast und Gebäudekomplex, der zwischen dem Piazzale della Pace und Lungoparma in dem historischen Zentrum der hübschen italienischen Stadt Parma steht. Riesig, aber trotzdem unvollständig, ein Palast der für die Farnese Familie im 16. und 17. Jahrhundert gebaut wurde, nach Anweisung des Herzogs Ottavio Farnese und dann unter der Leitung des Herzogs Ranuccio I. Der Palast wurde um eine bereits existierende Visconti Hochburg und eine Kirche gebaut und sollte als Hauptquartier für die Hof- und Staatsdienste dienen – mit Ställen, Lagerräumen, Waffenkammern, einem Theater, Barracken und mehr – anstatt als Wohnsitz.
Obwohl der Bau niemals fertig gestellt wurde, ist das Gebäude, wie wir es heute bewundern können, riesig und besteht aus einem Korridor, der den vorher existierenden Burgfried mit dem unvollständigen Herzogspalast verbindet, sowie drei Höfen: den Cortile di San Pietro Martire (besser als Cortile della Pilotta bekannt), den Cortile del Guazzatoio (ursprünglich als Cortile della Pelota bekannt) und den Cortile della Racchetta.

Das Gebäude wurde nach schweren Bombardierungen im 2. Weltkrieg größtenteils wiederaufgebaut und in diesem Denkmal sind heute drei Museen und ein paar andere, wichtige Institutionen zu Hause, wie z.B. die Galleria Nazionale, das Museo Archeologico Nazionale, das Teatro Farnese, die Pfälzische Bibliothek, das Kunstinstitut der Universität von Parma und das Hauptquartier des Nationalen Kunst- und Kulturerbes. Bei einem Besuch des Palastes hat man also jede Menge Gelegenheiten, verschiedene faszinierende kulturelle Höhepunkte auf einem Fleck zu besichtigen. Die Pfälzische Bibliothek wurde 1761 von dem Herzog von Parma, Philip von Spanien, gegründet, und 1769 für Besucher eröffnet. Man kann hier beeindruckende Fresken und eine umfassende Kollektion bewundern. Das Nationale Archäologiemuseum wurde ebenfalls von Philip von Spanien gegründet und in ihm wird die Truhe aufbewahrt, die in Veleia ausgegraben wurde, und außerdem ist hier eines der aktivsten Forschungszentren des Landes für Paläontologie zu Hause. Die Nationalgalerie, die von den Herzögen von Parma, Philip und Ferdinand, gegründet wurde, kann mit Werken aus dem 13. bis 19. Jahrhundert prahlen, zu denen Stücke von Correggio, Parmigianino, Tiepolo, Canaletto, Canova und Bellotto gehören, sowie ein Werk namens “Kopf des Mädchens” (auch als “Scapigliata” bekannt), das Leonardo da Vinci zugeschrieben wird.

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Bildnachweis: Palickap / CC BY-SA 4.0

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