Der Ort in Italien, an dem es am meisten spukt?

Freitag, Februar 12, 2016
Veröffentlicht in : Kirchen & Religiöse Gebäude Legende Nordwesten Italiens Piemont Sehenswürdigkeiten
Lucedio Abtei
Die Lucedio Abtei wurde 1123 gebaut, als ein großes Sumpfgelände den Zisterzienser-Mönchen von dem Marquis von Montefract übergeben wurde. Die Mönche haben auf diesem Gelände bei Trino ein Kloster gebaut und dort erfolgreich Reis angepflanzt. Allerdings sind dort auch düstere Ereignisse vorgefallen, hinter den Türen dieses scheinbar so gewöhnlichen Klosters. Lucedio hat Geisterjäger, Teams von Experten für das Übernatürliche und Fernsehcrews aus der ganzen Welt angezogen und es hat bis heute eine morbide Ausstrahlung. Sowohl Gläubige als auch Skeptiker wird die Geschichte dieses Klosters gleichzeitig erschrecken und faszinieren, also buchen Sie ein Ferienhaus in Piemont und machen Sie sich auf den Weg, diese furchtbare Stätte auszukundschaften.
Lucedio Abtei, Farm
Man ist sich nicht ganz sicher, wann sich die Dinge in Lucedio verschlechtert haben. Laut lokalen Legenden, hat eine Gruppe von Hexen den Sabbat auf dem nahe gelegenen Friedhof von Darola gefeiert, bei welchem Luzifer selbst erschienen sei. Man sagt, die jungen Neulinge des Konvents von Trino Vercellese, das nicht weit von Lucedio entfernt lag, waren von ihm besessen. Daraufhin haben sie es geschafft, die Mönche zu verführen. Was dann folgte war ein Jahrhundert des Verderbens, der Sünde und des Satanismus in diesem Kloster. Papst Pius IX hat dieses Kloster dann letztendlich geschlossen. Anschuldigungen der Folterung, der schwarzen Magie, des sexuellen Missbrauchs und der Vergewaltigung sind entstanden. Historiker glauben allerdings eher, dass diese Anschuldigungen gesponnen wurden, um eine Gemeinschaft zu zerstören, die in sich selbst zu mächtig und reich wurde.
Lucedio Abtei, Eingang
Man sagt, dass auch Pius eine dämonische Präsenz besaß, die in Lucedio Chaos anrichtete. Er war gefangen und in einer geheimen Gruft unter der Klosterkirche von Santa Maria eingesperrt. In dieser Gruft lagen auch die Äbte begraben und einige von ihnen wurden in einer Kreisform beerdigt, so dass sie den dämonischen Gefangenen im Auge behalten konnten. Auf mysteriöse Art und Weise haben sich all dieses Äbte von selbst mumifiziert.

Innen ist eine Kammer, die 'Das Richterzimmer' genannt wird, wo angeblich satanistische Mönche, Menschen für verschiedenste "Verbrechen" vor Gericht gebracht haben.

Diese Gefangenen waren normalerweise junge Männer, mit denen Sodomie betrieben und die gefoltert wurden. Eine Säule in dieser Kammer ist ständig nass und man sagt, dass dies die Tränen der Gefangenen seien aber Skeptiker haben die Feuchtigkeit einem undichten Dach zugeschrieben. Als jemand allerdings während einer Fernsehdokumentation über Geister einen Eimer an genau dieser Stelle platzierte, ist der Eimer trocken geblieben.

Die Abtei hat mehrmals ihren Besitzer gewechselt nachdem sie geschlossen wurde. Sie hat sogar einst Napoleon Bonaparte gehört. Die Abtei ist von vielen Sagen umwoben. Geschichten von Schreien, Singen, gruseligem Nebel, seltsamen Formen, Figuren mit Kapuzen und sogar die Erscheinungen von Dämonen werden erzählt. Während Renovierungsarbeiten wurde die perfekt erhaltene Leiche eines Mannes eingekerkert in einer Mauer gefunden.

Heutzutage ist das Kloster eine Bio-Reisfarm, die für Besucher geöffnet ist und wo Empfänge und Kochkurse statt finden. Egal ob Sie den kleinen Hunger stillen wollen oder lieber einer Geistergeschichte zuhören möchten, in dieser Ecke von Piemont gibt es das alles.
Bildnachweis
Foto 1: Georgius LXXXIX / CC BY-SA 3.0

Beliebteste Ferienhäuser in Trino