In Italien gibt es mehrere wahrhaft einzigartige und wunderschöne Parkanlagen und Gärten. Allerdings stimmen die meisten davon mit einer bestimmten Ästhetik überein; grüne, gut gepflegte Wiesen, Spazierwege, Brunnen, hübsch gestutzte Hecken, entzückende Blumenbeete und mehr. Obwohl es sich wirklich lohnt, diese Grünflächen zu besuchen, gibt es einen ganz individuellen, aber gleichermaßen prächtigen Garten, den wir empfehlen würden, wenn Sie eine
Ferienunterkunft auf Sizilien gebucht haben: den
Kolymbetra Garten in
Agrigento, an der Küste von
Sizilien.
Der Kolymbetra Garten, oder auch Giardino della Kolymbetra, ist ein typisch sizilianischer Garten. Er befindet sich im Herzen des
Tal der Tempel und ist nicht der erste Garten, den Touristen ansteuern, wird aber gerne besucht, wenn man sowieso bei der anderen berühmten Sehenswürdigkeit in der gleichen Gegend ist. Der Garten ist eine saftig grüne, gut riechende Freifläche, wo alle möglichen Veranstaltungen stattfinden. Die Landschaft dieser Gegend besteht aus Mandel- und Olivenhainen, die von bewässerten Zitronenhainen und Obstplantagen durchkreuzt werden. Kolymbetra ist ein Beispiel eines bewässerten Zitronengartens, der ebenfalls von großem historischen und archäologischen Wert ist. Er liegt in einem kleinen Tal westlich des Tempelhügels, eingebettet zwischen dem Tempel von Castor und Pollux und dem Tempel des Vulkan. Dieser sechs Hektar große Garten ist ganz malerisch von diesen großen Monumenten aus der fernen Vergangenheit eingerahmt. In antiken Aufzeichnungen ist vermerkt, dass sich auf diesem Gelände ein griechisches Wasserbad befand, das von Diodorus Siculus im 1. Jahrhundert n.Chr. als der Ort genannt wird, an dem karthagische Sklaven Aquädukte bauten, um diesen prachtvollen Teich, der ebenfalls von den Sklaven angelegt wurde, mit Wasser zu speisen. Obwohl dieser künstliche See schon vor langer Zeit zerstört wurde und verschwand, blieb das Land weiterhin fruchtbar und die profitable Fischereiindustrie, die hier florierte, als der See ein Fischbrutbetrieb war, wurde von den Mauren mit einem Geschäftszweig, der auf den reichlich vorhandenen Bäumen und ihren köstlichen Früchten basierte, ersetzt.