Archiv für 'Books and Movies'

  

Stimigliano
Sally Rooneys "Normal People" war weltweit bereits ein Bestseller und ein beliebter Roman, als inmitten des COVID-19 Ausbruchs die Fernsehserie auf BBC und Hulu ausgestrahlt wurde und die Herzen und die Fantasie der Zuschauer auf der ganzen Welt erobert und angeregt hat. Menschen waren von dem Fernsehdrama direkt beeindruckt, das vom Erwachsenwerden handelt und vom Herausfinden, wer man ist und was man vom Leben erwartet. Die Serie erzählt die Geschichte von Marianne und Connell, die ziemlich verschieden in Sligo, an der Westküste Irlands, aufgewachsen sind. Marianne ist wohlhaben und privilegiert, aber passt sich nicht in der Schule an und ist nicht besonders beliebt. Sogar ihre Familie scheint sich nicht besonders gut mit ihr zu verstehen. Connell hingegen kommt aus einer Arbeiterfamilie, aber ist beliebt, sportlich und jemand, den alle gerne mögen. Seine Mutter ist die Haushälterin von Mariannes Familie und obwohl die beiden sich aus der Schule kennen und gemeinsam aufgewachsen sind, lernen sie sich erst so richtig kennen, als die beiden eine geheime Beziehung miteinander eingehen. Die Serie verfolgt ihre Höhen und Tiefen, Trennungen und Beziehungen, als die beiden nach Dublin ziehen, um dort ins College zu gehen und erwachsen zu werden.     Weiterlesen

  

La Strada Poster
2020 sollte ein großes Jahr, was die Feierlichkeiten der italienischen Kinowelt angeht, werden, denn dieses Jahr sollte der 100. Geburtstag von Federico Fellini gefeiert werden, der einer der besten, brillantesten, berühmtesten und beliebtesten Regisseure aller Zeiten aus Italien war und immer noch ist.

Er ist nicht nur einer der berühmtesten Filmregisseure Italiens sondern auch einer der beliebtesten Regisseure der Welt. Fellini wurde 1920 geboren und hat sich in der internationalen Kinokunstbewegung der 1950er Jahre einen Namen geschaffen. Er wurde hoch gelobt und gefeiert und hat sogar Oscars für die besten fremdsprachigen Filme für “La Strada”, “Die Nächte der Cabiria”, “8 ½”, und “Amarcord” gewonnen und den Palme d’Or in Cannes für “La Dolce Vita”. Auch nach diesem goldenen Zeitalter seines Lebenswerks setzte er seine Arbeit fort und kreierte weiterhin beliebte Filmwerke und Beiträge zu der Filmindustrie bis her 1993 verstarb.

Alle möglichen Veranstaltungen, Vorträge, Ausstellungen, Filmvorführungen und mehr wurden in Italien und international organisiert, um den 100. Geburtstag dieses großen Künstlers das ganze Jahr lang zu feiern, aber aufgrund der momentanen weltweiten Pandemie, ist es unwahrscheinlich, dass die meisten, wenn nicht sogar alle Veranstaltungen nicht wie geplant stattfinden. Aber was bedeutet das für Fellini und seine Filmfans auf der ganzen Welt? Müssen wir die auf die Gedenkveranstaltungen, die das Leben und das Talent dieses hervorragenden Künstlers zelebrieren sollten, verzichten? Nein, natürlich nicht! Wie man im Showbusiness so sagt: “Die Show muss weiter gehen!”     Weiterlesen

  

Anakin
Italien hat viele Filme inspiriert, in dem Land wurden viele Filme produziert und es wurde als Kulisse für viele fantastische Filme, die in den letzten Jahrzehnten gedreht wurden, genutzt. Italien ist aufgrund einer besonders wohlhabenden Periode im 20. Jahrhundert, in der unumstritten einige der besten Filme, die je produziert wurden, entstanden sind, das perfekte Reiseziel für echte Kinofans aus der ganzen Welt. Von “Fahrraddiebe” über “Der Pate” und “Cinema Paradiso”, “Das Leben ist schön” und “Gladiator”, bis hin zu “Call Me by Your Name” - die Liste an hervorragenden Filmen, die in Italien spielen oder gedreht wurden ist endlos und glücklicherweise wurden manche Filme an Stellen oder in Gegenden gedreht, die man auch heute noch besuchen kann. Wenn Sie Lust auf eine kleine virtuelle Tour durch die Filmindustrie in Italien haben (momentan nur virtuell, aber hoffentlich bald schon wieder persönlich), dann lesen Sie weiter und entdecken Sie die unheimlich malerischen Orte in Italien, die bereits die silberne Leinwand in der Vergangenheit der Kinogeschichte geschmückt haben...     Weiterlesen

  

Eine der berühmtesten Darstellungen Siziliens, die man von der Silberleinwand kennt, ist das Meisterwerk aus dem Jahr 1972 von Francis Ford Coppola, “Der Pate”, mit Marlon Brando und Al Pacino in den Hauptrollen. Dieser ikonische Film spielt in dem Sizilien und New York der 1940er und 1950er Jahre und erzählt die Geschichte der Corleone Familie, die Charaktere aus dem Buch "Der Pate" von Mario Puzo sind. Viele Touristen haben sich über die Jahre hinweg auf die Suche nach den Drehorten aus dem Film begeben. Viele haben Corleone besucht, die Ortschaft, die ihren Namen mit Don Vito Corleone teilt, wo der Film aber gar nicht gedreht wurde, denn als die Filmarbeiten in den 1970er Jahren anfingen, hat sich die Ortschaft, seit Puzo den Roman geschrieben hat, drastisch verändert. Sie war mittlerweile viel moderner und viel größer, so dass sie den ländlichen Ort aus den Büchern nicht mehr wiederspiegelte. Aber keine Angst, denn wenn Sie eine Ferienunterkunft auf Sizilien gebucht haben und ein Fan des Films sind, gibt es jede Menge Stellen, wo die Dreharbeiten stattfanden, die Sie besuchen können. Da wären z.B. die Dörfer Motta Camastra, Forza d’Agro und Savoca, die alle in “Der Pate” vorkamen.     Weiterlesen

  

Crema
Letztes Jahr im März flog ich auf Geschäftsreise nach Südkorea und die gesamte Flugzeit - alles inbegriffen - betrug von Irland aus etwa 24 Stunden. Also habe ich mir vorgenommen, eine ganze Reihe an Oscar-gekrönten Filmen parat zu haben und sie alle nacheinander anzuschauen. Als ich an meinem Sitz im Flugzeug angekommen war, habe ich meine beiden Sitznachbarn kennengelernt: ein süßes älteres koreanisches Ehepaar, das mich direkt gerne mochte, denn ich wurde katholisch erzogen und sie kamen gerade von einer einmonatigen Pilgerreise zu den religiösen Stätten Europas zurück. Die Dame bat mich, ihr mit dem Bildschirm zu helfen und ich habe eine ganze Weile damit verbracht, einen Film auf Koreanisch, oder zumindest mit koreanischen Untertiteln, für sie zu finden. Überraschenderweise gab es für sie keine große Auswahl, also haben wir die Suche schließlich aufgegeben. Dafür hat sie dann allerdings ständig auf meinen Bildschirm geschaut und letztendlich meinen Film mit mir zusammen geguckt. Mir war unangenehm bewusst, dass eine religiöse Oma mir dabei zusah, wie ich den Film “Call Me By Your Name” schaute. Ich hatte bereits genug über den Film gehört um zu wissen, welche Szenen die Dame wohl nicht so ansprechend finden würde, und als ich merkte, dass diese Szenen immer näher rückten, drückte ich Pause und lies das Bild einer idyllischen Ortschaft auf dem Bildschirm stehen. Ich fing an, mich meinen anderen Sachen zu beschäftigen und merkte, dass die Dame so langsam am Einschlafen war und wartete genau darauf. Als ihre Augen immer schwerer wurden, schaute sie vom Bildschirm auf und mir in die Augen, lächelte und sagte auf Koreanisch “Was für ein wunderschöner Ort”, bevor sie ihre Augen schloss.     Weiterlesen