
Guillermo del Toros Adaption von Frankenstein wurde Ende letzten Jahres veröffentlich und ist ein heißes Gesprächsthema, weil er es schaffte, Mary Wollstonecraft Shelleys beliebten klassischen Roman zum Leben zu erwecken. Das hat viele Menschen dazu angeregt, sich mit dem Leben der großartigen Autorin, ihren Schriftstellerkollegen und den Reisen, auf denen dieser Roman entstanden ist, zu befassen. Echte Fans dieser romantischen Schriftsteller, ihrer Werke und der turbulenten Lebensstile, die einer Seifenoper gleichen, sollten die Zeit nutzen und eine Pilgerreise zu den faszinierenden Orten, die diese großartigen Schriftstücke inspiriert haben, planen. Buchen Sie ein Ferienhaus in Italien und schauen Sie sich die Landschaften und Städte an, in denen diese romantische Literatur entstanden sind...

Als die junge Mary Wollstonecraft, ihr zukünftiger Ehemann (der romantische Dichter Percy Bysshe Shelley) und ihre Stiefschwester in Geneva ankamen, haben sie sich schon bald mit dem glamourösen und berüchtigten Poeten Baron Bryon und seinem Reisebegleiter John Pollidori angefreundet. Es war der Sommer 1816, der - aufgrund der fast apokalyptischen Wetterbedingungen - als das Jahr ohne Sommer berühmt wurde. Was bedeutet, dass die Freundesgruppe viel Zeit in ihren Zimmern verbrachte und sich aus Spaß und als Zeitvertreib eine Herausforderung setzte: jeder von ihnen sollte eine Geistergeschichte schreiben. Frankenstein ist ohne Zweifel das beste Produkt dieser Herausforderung. Nach dieser Reise hat die Gruppe sich noch oft in Italien getroffen, wo Shelley von 1818 bis 1823 lebte.
Italien hat der Freundesgruppe Freiheit und Inspiration gebracht, aber auch Tragödie und Unglück. Mehrere Kinder von Mary und Percy sind hier gestorben, ebenso das Kind von Claire (Marys Stiefschwester) und Baron Byron. Percy selbst ist 1822 in Italien ertrunken. Trotzdem hat Mary Italien als "Land mit Erinnerungen, die ein Paradies malen" beschrieben. Obwohl sie ihre Zeit in verschiedenen Teilen Italiens verbrachte, war ihr “Paradies” anscheinend hauptsächlich Ligurien, wo es viele wichtige Stätten gibt, die Literaturfans gerne besuchen. Hier möchten wir Ihnen die Orte vorstellen, die Sie auf Ihrer Literaturreise besuchen sollten:
Grotta di Lord Byron
Diese Bucht wurde nach dem britischen Dichter benannt, weil er angeblich von hier 8km durch den Golf von La Spezia bis nach Lerici geschwommen ist, um die Shelleys zu besuchen. Byron hat diese Stelle allgemein regelmäßig zum Schwimmen und Meditieren besucht. Sie ist unglaublich schön und es ist offensichtlich, warum der Dichter hier seine Inspiration gefunden hat. Die genaue Stelle finden Sie in einer Bucht westlich von Porto Venere, auf die die elegante San Pietro Kirche und die Mauern der Porto Venere Burg hinabblicken. Sie setzt sich aus natürlichen Felsterrassen, die in das azurblaue Wasser hinabsteigen, und schroffen Klippen im Umkreis zusammen. Wenn Sie eine Ferienunterkunft in Ligurien buchen, sollten Sie sich unbedingt beim Schwimmen in dieser Bucht inspirieren lassen.

Portovenere
Diese nahe gelegene Ortschaft ist ebenfalls ein echter Brennpunkt für Touristen, weil sie durch die Vergangenheit hinweg ein echter Anziehungspunkt für literarische Personen war. Sie hat den Spitznamen Perle des Cinque Terre und wird oft inoffiziell als die 5. Ortschaft des Cinque Terre bezeichnet. Sie liegt im Golf von La Spezia, der oft als Golfo dei Poeti (Golf der Poeten) bezeichnet wird. Mit wahrhaft inspirierenden Spazierwegen entlang der Klippen mit Blick aufs Meer, architektonischen Prachtstücken, die ganz auffallend an der Küste stehen, und einem hübschen Ortskern, ist das ein guter Stützpunkt oder ein gutes Ziel für einen Tagesausflug im Urlaub in Ligurien.
Lord Byron Bar Ristorante
Porto Venere ist auf seine Verbindung zu Baron Byron bis zum heutigen Tag sehr stolz, also schauen Sie in diesem Restaurant an der Promenade vorbei und essen Sie eine Kleinigkeit oder trinken Sie einen Kaffee. Wegen der touristischen Lage ist es zwar etwas teurer als andere Bars und Bistros in der Gegend, aber lassen Sie sich das nicht entgehen, wenn Sie auf Byron Tour sind!

In diesem hübschen und bunten Küstendorf in der Bucht von Lerici, haben die Shelleys gewohnt, als sie 1822 Zeit in dieser Gegend verbracht haben. Es war - und ist auch heute noch - ein Ort, der Künstler und Schriftsteller anzieht, zu denen Arnold Böcklin, Virginia Woolf, Paolo Mantegazza und Sam Benelli gehören.
Villa Magni
Dieses Haus steht an der Promenade von Lerici und ist ein umgebautes Kloster mit einem Erdgeschoss, das als Bootshaus genutzt wurde, als die Shelleys in der Ortschaft wohnten. Percy war von dem Haus fasziniert, aber Mary fand, dass es eng war und eine bedrückende Atmosphäre ausstrahlte. Es wurde allerdings in den 1870er Jahren zu einem ziemlich beeindruckenden Gebäude umgebaut und ist heute von benachbarten Häusern eingerahmt. Wenn Sie im Urlaub in Ligurien diese Gegend besuchen, können Sie nicht sehen, wie das Haus zur damaligen Zeit aussah, aber es gibt Tafeln, die an die berühmten Bewohner erinnern und Sie können durch die Umgebung spazieren, durch die diese berühmten Schriftsteller einst geschlendert sind.

Die Strandpromenade von Terenzo
Obwohl Sie heute Fischerboote, die im Wasser auf und ab wippen, einen hübschen Strand und reizende Umgebungen sehen werden, wenn Sie an der Strandpromenade von San Terenzo entlanglaufen, ist das die Gegend, in der Shelley – gemeinsam mit Edward Ellerker Williams und Captain Daniel Roberts – auf ihre verhängnisvolle Reise in den Süden gestartet sind, an der Küste entlang bis nach Livorno an der toskanischen Küste. Dort haben sie Byron und Leigh Hunt getroffen und Shelley hatte die Idee, ein radikales Magazin namens Der Liberale herauszubringen. Eine Woche lang ging die Reise von Shelley und Williams und einem Bootsjungen namens Charles Vivia, allerdings kamen sie nie an ihrem Ziel an. Weil von einem Unwetter berichtet wurde und das Boot nie an seinem Ziel ankam, wurde eine Suche nach der Gruppe gestartet, die aber erfolglos war. Die Körper wurden dann später an der Küste in der Nähe von Viareggio ans Ufer gespült.

Genua
Nach Percys Tod ist Mary ein weiteres Jahr in Italien geblieben und hat in Genua mit Leigh Hunt und seiner Familie gelebt, hat Byron regelmäßig gesehen und seine Gedichte transkribiert. Sie wohnte in der Villa Negrotto, einem Haus in einem wunderschönen Teil der Stadt, war aber so von der Trauer eingenommen, dass Sie keine Freude am Leben dort fand. Letztendlich sind Mary und ihr letztes, noch lebendes Kind zurück nach England gekehrt, haben aber später wieder Urlaub in Italien gemacht, den sie dann so richtig genießen konnten.
