Bewundern Sie diese prächtige Abtei im Urlaub in Apulien

Abbazia di Santa Maria in Cerrate
Die gemütliche und entspannte Atmosphäre, das Fernbleiben der riesigen Touristenmassen, die wunderschönen, mittelalterlichen Hügelorte, die perfekten Strände, köstliches, von der Sonne gereiftes Essen und Wein, sind alle gute Gründe, warum eine Ferienunterkunft in Apulien eine gute Idee ist, wenn man sich erholen will und den Alltag in seinem nächsten Urlaub mal so richtig hinter sich lassen möchte. Was allerdings etwas weniger offensichtlich ist, für Urlauber die eine Reise in den “Absatz” des italienischen Stiefels planen, ist die Tatsache, dass es das perfekte Reiseziel für Geschichts- und Architekturfanatiker ist. Mit unzähligen archäologischen Museen, griechischen und römischen Ruinen, verblüffenden Kathedralen und imposanten Burgen und Festungen, die überall in der Region verstreut stehen, hat Apulien einen unglaublichen Reichtum an kulturellem Erbe und Geschichte, obwohl das in den internationalen Medien, oder in Touristenführern eher weniger abgedeckt ist. Unendlich faszinierend und ohne den langen Anstehschlangen, die andere Urlaubsorte in Italien so plagen, ist das die ideale Gegend für einen entspannenden Urlaub und diese Entspannung wird selbst bei den Besuchen der lokalen Attraktionen und Sehenswürdigkeiten nicht unterbrochen. Zu diesen eben erwähnten Sehenswürdigkeiten gehört das sagenumwobene und malerische Abbazia di Santa Maria in Cerrate...
Die Abbazia di Santa Maria a Cerrate, oder auch Santa Maria Abtei in Cerrate liegt an der Provinzstraße, die die Ortschaften Squinzano und Trepuzzi mit Casalabate verbindet und ist ein reizendes, architektonisches Prachtstück und eines der bedeutendsten Beispiele des romanischen Stils von Otranto. Sie stammt aus dem 12. Jahrhundert und eine Legende besagt, dass das Gebäude gegründet wurde nachdem Tancredi d'Altavilla, der Graf von Lecce und späterer König von Sizilien, bei einem Jagdausflug auf dieses Gelände stoß und ihm die Madonna zwischen dem Geweih eines Hirsches erschien. Obwohl die Geschichte erklärt, wie die Abtei zu ihrem heutigen Namen gekommen ist, besagt die wahre Geschichte, das der Normannenprinz Bohemond I von Antiochien bereits ein griechisch orthodoxes Kloster von großer Bedeutung auf diesem Gelände errichtet hat, das für einen Zeitraum zwischen dem 11. und 12. Jahrhundert ein wichtiges Bildungszentrum war. Das Kloster setzte mit der Produktion von Manuskripten fort, wuchs aber durch die Landwirtschaft, die es in den folgenden Jahrhunderten betrieb, auch was Größe und Ansehen anging. Leider war ein verhängnisvoller Angriff auf das florierende Kloster durch türkische Piraten im Jahr 1711 absolut katastrophal für die Mönche und ihren Lebensstil und führte dazu, dass das Gebäude bis zum 20. Jahrhundert verlassen dastand.

Letztendlich fanden 1965 Restaurationsarbeiten an dem für lange Zeit verwaisten und verfallenen Gebäude statt, die von der Provinz Lecce in Auftrag gegeben wurden. 2012 wurde dieses Projekt unter der Leitung der FAI (Fondo Ambiente Italia, einer italienischen, gemeinnützigen Organisation, die sich um die Erhaltung und die Förderung des künstlerischen und natürlichen Erbes des Landes kümmert) fortgesetzt und die Abtei wurde dieser Organisation zur Gebrauchsüberlassung von der Provinz anvertraut, wodurch diese wundervolle Schönheit für Besucher eröffnet werden konnte. Die Restaurationsarbeiten finden auch heute noch statt, aber glücklicherweise werden Besuche dadurch nicht beeinträchtigt.

Das Gelände ist heute von der charmanten, romanischen Kirche gekennzeichnet, mit ihrer dreigliedrigen Fassade und dem zentralen Portal aus dem 13. Jahrhundert und der inneren Gewölbefläche, die mit Reliefs dekoriert ist, auf denen Szenen der Verkündigung, des Besuches der Heiligen Elisabeth, der Mager und der Flucht in Ägypten, abgebildet sind. Dieses zentrale Portal wird auf den Seiten von zwei kleinen Spitzbogenfenstern flankiert und mit einem kleinen Rosettenfenster bedeckt. Links neben dem Gebäude stützt ein Portikus mit zylindrischen und polygonalen Säulen die figürlichen Kapitelle aus weißem Leccese Stein, der ebenfalls aus den 1200er Jahren stammt und vor der Fassade steht ein prunkvoller Brunnen aus dem 16. Jahrhundert. Im Inneren wird das dreigliedrige Format der Fassade durch die drei Kirchenschiffe weitergeführt. Zu bemerkenswerten, dekorativen Details gehören der Baldachin über dem Hauptaltar aus dem Jahr 1269 und die byzantinischen Fresken aus dem 13. und 14. Jahrhundert, die man in der Apsis, den Bögen und an den Wänden bewundern kann. Allerdings mussten einige der originalen Fresken während der Restaurationsarbeiten in ein nahe gelegenes Museen verlegt werden, damit sie dort auf sichere Weise ausgestellt und gepflegt werden konnten.

Ein echtes romanisches, bildschönes Meisterwerk: dieses hübsche, architektonische Prachtstück müssen Schwärmer, die Urlaub in Apulien machen und die außergewöhnlichsten Sehenswürdigkeiten in diesem Teil von Italien kennenlernen möchten, einfach besichtigen.
Bildnachweis
Foto 1: Marzoide88 / CC BY-SA 3.0

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