Entdecken Sie die hervorragende Villa Palagonia im Urlaub in Palermo

Die Statuen der Villa Palagonia
Ein unheimlich ansprechendes und häufig besuchtes Prachtstück ist die unglaublich faszinierende Villa Palagonia in der Ortschaft Bagheria, 15km von der Hauptstadt von Sizilien, Palermo, entfernt. Ihr Zustand ist baufällig und obwohl nicht das ganze Gebäude für Besucher geöffnet und zugänglich ist, ist sie betörend schön und fesselnd. Wenn Sie ein Ferienhaus auf Sizilien oder eine Ferienunterkunft in Palermo gebucht haben und an dem reichen und einzigartigen kulturellen Erbe der Insel interessiert sind, dann müssen Sie diese Sehenswürdigkeit in Ihrem Urlaub in Italien einfach besichtigen.

Die sogenannte Villa dei Mostri (Villa der Monster) ist für ihre monströsen Statuen berühmt, die ihren Garten verzieren. Sie wurde im 18. Jahrhundert nach dem Design von Tommaso Napoli mit Hilfe von Agatino Daidone gebaut und ist ein frühes Beispiel des einzigartigen und unheimlich fesselnden Sizilianischen Barocks. Die Villa Palagonia hat das internationale Interesse geweckt und Aufmerksamkeit auf sich gezogen, als Bildungsreisende, die diese Gegend erkundeten, über das Gebäude und die grotesken Ereignisse auf ihrem Gelände berichteten und schrieben, insbesondere im 18. und 19. Jahrhundert. Namen wie Henry Swinburne, Patrick Brydone, John Soane, Goethe, der Graf de Borde, Künstler wie Jean-Pierre Houël oder Alexandre Dumas, Surrealisten wie André Breton, zeitgenössische Schriftsteller wie Giovanni Macchia und Dominique Fernandez, um nur einige zu nennen, haben sich alle bekannter Weise von der Villa inspirieren lassen und über sie geschrieben.
Der Außenbereich der Villa Palagonia
Die Villa wurde für Ferdinando Francesco I Gravina Cruyllas, Prinz von Palagonia, von dem Architekten und Dominikanermönch, Tommaso Maria Napoli, ab 1715 gebaut. Die niedrigeren Bauten der Villa wurden dann unter der Leitung von Daidone fortgesetzt und die inneren und äußeren Dekorationen wurden 1749 von den Nachfolgern des Prinzen in Auftrag gegeben. Der berühmteste seiner Nachfolger war der gleichnamige Neffe Ferdinando Francesco II, der als der Nekromant bekannt war (1722-1788), unter dessen Leitung die gut bekannten und beliebten Monsterfiguren gebaut wurden. Die Statuen wurden aus tufacea d'Aspra Stein geschlagen und stellen anthropomorphe Figuren dar, zu denen Damen und Ritter, Karikaturen, fantastische Biester, Tiere und vieles mehr gehören, die auf Mauern, Torbögen und dem Triumphbogen-artigen Eingangstor stehen und Wege säumen.

Von den 200 skulpturalen Figuren, die einst existierten und die nach einem ausgeklügelten, symmetrischen Plan gebaut wurden, sind heute noch 62 übrig. Man kann sich nur vorstellen, wie markant und beängstigend sie auf frühere Betrachter gewirkt haben müssen. Der bekannte Dichter Johann Wolfgang von Goethe, einer der berühmten Besucher des Palastes, der bei einer seiner Bildungsreisen hier war, beschrieb den bizarren aber wundervollen Außenbereich in seiner 'Reise durch Italien' 1787 wie folgt: “Um all die Elemente des Wahnsinns des Prinzen von Palagonia zu übermitteln, habe ich eine Liste zusammengestellt. Männer: Bettler beider Geschlechte, Spanier, Mauren, Türken, bucklige und missgebildete Männer aller Arten, Zwerge, Musiker, altmodische Soldaten, Götter und Göttinnen, altertümliche französische Kostüme, Soldaten mit Innereien und Handschuhen, mythologisch mit witzigen Zusätzen (...) Biester: einzelne Teile des Gleichen, Pferde mit Menschenhänden, menschliche Körperteile mit Pferdeköpfen, deformierte Affen, mehrere Drachen und Schlangen, sehr vielfältige Pfoten und Figuren aller Art, aufgespaltete und ausgetauschte Köpfe. Vasen: alle möglichen Arten an Monstern und Hörnern in den Bäuchen von Vasen und auf Sockeln gelagert. Stellen Sie sich solche Figuren in Hülle und Fülle vor, ohne Sinn und ohne Zweck, willkürlich und wahllos zusammengestellt, stellen Sie sich diese Klötze und Sockel und Verformungen aufgereiht, soweit das Auge reicht, vor: Sie werden das schmerzhafte Gefühl verspüren, mit dem man gepeinigt wurde, wenn man sich unter der Obhut dieses Wahnsinns befand.”
Der Innenbereich der Villa Palagonia
Nachdem die gesamte Sippe der Prinzenfamilie verstarb wurde die Villa von der Castronovo Familie 1885 gekauft, der sie auch heute noch gehört. Wie erwähnt ist die Villa teilweise für Besucher geöffnet, wobei der Außenbereich und die berühmten Statuen problemlos besichtigt werden können und bestimmte Räume im Innenbereich ebenfalls zugänglich sind. Die Räume sind nicht möbliert, haben aber ihre originalen Wanddekorationen beibehalten. Die Spiegelgalerie ist besonders bemerkenswert, mit ihrer beeindruckenden Zimmerdecke mit antiken Spiegeln, deren Ecken mit majestätischen Vögeln und Wappen bemalt sind. Die Villa Palagonia ist ein unheimlich zauberhafter Ort, den man besuchen sollte, wenn Konzerte stattfinden, denn sie ist einer der Austragungsorte der Konzertsaison von Bagheria (Stagione Concertistica Città di Bagheria). Sie ist dieser Initiative 2017 beigetreten, ein Programm, das es schlauen Reisenden und Gästen ermöglicht, sich eine Freikarte für die Musikvorführungen in diesem faszinierenden Gebäude unter den Nagel zu reißen.

Wenn Sie also ein Ferienhaus auf Sizilien gebucht haben und eines der ehrfurchtgebietendsten und ungewöhnlichsten Architekturwerke in ganz Italien sehen wollen, dann planen Sie einen Ausflug zu der faszinierenden Villa Palagonia.
Bildnachweis:
Foto 1: Lasterketak / CC BY-SA 4.0;
Foto 2: Davide Mauro / CC BY-SA 4.0;
Foto 3: Davide Mauro / CC BY-SA 4.0

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