Besuchen Sie Urbinos atemberaubende neoklassische Kathedrale

Montag, März 7, 2016
Veröffentlicht in : Kirchen & Religiöse Gebäude Marken Sehenswürdigkeiten Unesco World Heritage Sites Zentralitalien
Kapelle bei der Urbino Kathedrale
Wenn Sie Urbino besuchen und bereits bei dem Palazzo Ducale stehen geblieben sind, um das Nationalmuseum und den Palast selbst zu besichtigen, dann sollten Sie darüber nachdenken, einen Moment in dem Duomo, also der Kathedrale, die direkt nebenan steht, zu verbringen. Beide Gebäude sind Teil von Urbinos UNESCO Kulturerbe und standen im Mittelpunkt der Erneuerung dieser wunderschönen Stadt durch die Ducal Familie in der Renaissancezeit, obwohl die Kathedrale im 18. Jahrhundert nochmals umgebaut wurde und heute ein neoklassisches Bauwerk darstellt. Der Duomo ist die perfekte Ergänzung eines Besuchs des Palastes, denn viele Künstler und Designer, die an dem Palast gearbeitet haben, haben ebenso an der Umgestaltung der Kirche mitgewirkt.
Kuppel, Urbino Kathedrale
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Die Urbino Kathedrale steht auf der Nordseite des Piazza Duca Federico und wurde 1063 von Bischof Mainardo zu Ehren von Mariä Himmelfahrt gebaut und hat dadurch einen früheren Bau, der genau hinter der Stadtmauer stand, ersetzt. Sie wurde im 15. Jahrhundert unter der Leitung von Federico da Montefeltro und Francesco di Giorgio Martini wieder aufgebaut und dann nochmals gegen Ende des 18. Jahrhunderts, als sie ihr endgültiges neoklassiches Aussehen verliehen bekam.
Fassade, Urbino Kathedrale
Ihre majestätische und düster klassizistische, steinverkleidete Fassade sticht sofort in scharfem Kontrast zu den schweren Backsteinen der umliegenden Gebäude und dem Glockenturm hervor und wird Ihre Aufmerksamkeit sofort auf sich ziehen.

Die Kuppel wurde von Muzio Oddi entworfen und nach 1604 gebaut. 1781 hat ein Erdbeben sowohl die Kuppel als auch die unfertige Fassade zerstört. Restaurierungsarbeiten gingen langsam voran bis die Kuppel 1789 zusammen gebrochen ist. Daraufhin wurde der Architekt Giuseppe Valadier Ende des 18. Jahrhunderts angeheuert, die Kirche wieder aufzubauen und die Arbeit wurde 1801 endlich abgeschlossen.

Die Fassade, die aus Steinen aus den nahe gelegenen Furlo-Bergen gebaut wurde, ist das Werk von Camillo Morigia aus Ravenna.

Sehr wenig hat von der früheren Renaissance-Kirche überlebt, nämlich nur die Sakramentskapelle und fast gar nichts ist von dem Gebäude aus dem 11. Jahrhundert übrig.

In dem Innenbereich wird die neoklassische Einstellung von Valadier ziemlich klar zum Ausdruck gebracht. Eine großartige und beeindruckende Konzeption mit einem Bau, der einen großen und edlen Platz einrahmt. Die Grundfläche ist in drei Kirchenschiffe aufgeteilt mit einer Bronzestatue von Camillo Rusconi am Altar am Ende des zentralen Kirchenschiffes. Es gibt außerdem zahlreiche Gemälde namenhafter Künstler, die den Innenbereich schmücken, u.a. von Claudio Ridolfi, Federico Barocci (der zu dem Design des Innenbereichs des Palastes beigetragen hat) und Raphael Motta. Am Hauptaltar befindet sich das große Gemälde der Mariä Himmelfahrt von C. Unterberger, was an die Widmung dieses Gebäudes erinnert.

Mit einer einzigartigen, reichhaltigen Kunstsammlung, die auf diesem Gelände überlebt hat und einem großartigen klassischen Innen- und Außenbereich, ist die Kathedrale von Urbino ein sehr beeindruckendes Gebäude und eine verblüffende Sehenswürdigkeit. Kommen Sie hier auf jeden Fall bei Ihrer nächsten Reise nach Marken vorbei!
Bildnachweis
Foto 1: Tuscanycalling / CC BY-SA 3.0;
Foto 2: Francesco Gasparetti / CC BY 2.0;
Foto 3: Sailko / CC BY-SA 3.0

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