Gradara Burg: Geschichten der Liebe, des Leidens und Dante

Donnerstag, Juni 25, 2015
Veröffentlicht in : Burgen & Paläste Marken Sehenswürdigkeiten Zentralitalien
Gradara Burg
Obwohl der Ort Gradara von weniger als 5.000 Menschen bewohnt ist, wird er jedes Jahr von etwa 500.000 Touristen besucht.

Dieser mittelalterliche Ort ist einer der am besten erhaltensten Orte in Italien und hat für die gute Bewirtschaftung und Instandhaltung dieser Gegend die orangene Fahne für Tourismus verliehen bekommen.

Gradara liegt in der Gegend von Marken und ist von der Burg, die auf den Ort hinab schaut und ihrer doppelten Ringmauer, gekennzeichnet. Im Grunde genommen sind Gradara und ihre Festung unzertrennlich, fast wie Synonyme.

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Gradara Burg in der Nacht
Ursprünglich war die Gradara Burg einfach ein Wachturm, der von der De Griffo Familie in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts gebaut wurde. Im 13. und 14. Jahrhundert hat die Malatesta Familie den Besitz übernommen und hat den Bau durch Ergänzungen erweitert. Sie sah dadurch schon eher so aus wie heute. Im 15. Jahrhundert hat sich ihre militärische Rolle vorgehoben und die Burg hat sich zu einer Festungsanlage entwickelt. Aufgrund ihrer geografischen Lage als Kreuzweg, durch den sowohl Peronen als auch Verkehr schon immer passieren mussten, hat sich die Burg und der Ort oftmals inmitten von Streitereien zwischen der Miliz, die dem Papsttum gegenüber loyal war und den Familien aus Romagna und Marken befunden.
Gradara Ortschaft
Zusätze und Veränderungen an dem Gebäude wurden aus den verschiedensten Gründen bis ins 19. Jahrhundert hinein vorgenommen.

In der Burg befinden sich hochqualitative Kunstwerke von namenhaften Künstlern wie z.B. Fresken von Amico Aspertini, ein glasiertes Altarbild aus Terrakotta von Andrea Della Robbia von der Madonna mit Kind und Heiligen, sowie Giovanni Santis Altarbild aus dem 15. Jahrhundert, das ursprünglich in der Kirche St. Sofia zu Hause war.

Zusätzlich dazu befindet sich eine kleine städtische Kunstgalerie in der Burg, in der Werke von Bartolomeo Vivarini, Gian Giacomo Pandolfi und Benedetto Coda ausgestellt sind.

Es sind jedoch nicht nur das Aussehen und was in der Burg zu finden ist, was so interessant ist, sondern die Leute, die sie jahrelang bewohnt haben. Angeblich war sie der Schauplatz einer der bekanntesten Liebesgeschichten aller Zeit, nämlich die von Paolo und Francesca, die sogar in dem Canto V von Dantes "Inferno" erwähnt wird. Das Pärchen wird von Francescas Ehemann bei ihrer Affäre erwischt, der zufällig auch noch Paolos Bruder war, und die beiden in einem rasenden Eifersuchtsanfall tötet. Lucrezia Borgia, die berüchtigte Figur aus der italienischen Geschichte ist auch eine der ehemaligen Bewohnerinnen der Burg.

Der Ort ist außerdem für seine natürliche Schönheit bekannt und ist von Olivenhainen und Weinstöcken umgeben. Die lokalen Restaurants sind ziemlich urig und kleine Familienunternehmen. Passatelli ist eine der typischen Speisen aus Gradara und wird aus Brot, Parmesan Käse, Zitronenschale und Muskat zubereitet. Es gibt besondere Tage, die "Das Mittelalter am Tisch" genannt werden, die dem mittelalterlichen Kochstil gewidmet sind und dafür viele Restaurants in der Gegend, wie Gasthäuser aus dem 14. Jahrhundert ausgestattet sind.

Für ein einmaliges Erlebnis an Speisen und Eindrücken aus dem Mittelalter, sollten Sie sich diesen hübschen Ort und seine Burg in Marken nicht entgehen lassen!
Bildnachweis
Foto 2: Nazareno Balducci / CC BY 3.0;

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