Die zwölf mittelalterlichen Tore von Bologna

Mittwoch, Juni 24, 2015
Veröffentlicht in : Emilia-Romagna Nordosten Italiens
Historisches Zentrum, Bologna
Seit spätestens 1000 vor Chr. ist Bologna bereits besiedelt und hat sich über die Jahre hinweg zu einer Stadt entwickelt.

Mauern wurden im 5. Jahrhundert gebaut, um die Stadt zu schützen. Weitere Mauern wurden im 11. Jahrhundert hinzugefügt und im 13. Jahrhundert wurde dann der letzte Ring namens “La Circla”, um das heutige historische Zentrum von Bologna gebaut.

Ein Großteil der Mauern wurde im 20. Jahrhundert durch den Krieg und die Ausdehnung zerstört, aber die Stadttore von La Circla existieren immer noch.

Sie waren einst Teil eines großen Komplex zu dem ein Haus des Hauptmanns, ein Burgverlies, ein Burggraben und eine Zugbrücke gehörten, die sowohl die Leute die in die Stadt kamen und gingen, als auch die Einfuhren kontrollierten.
Porta Galliera, Bologna
Ursprünglich gab es zwölf Tore aber heute stehen nur noch zehn und die meisten wurden im 16. Jahrhundert wieder aufgebaut oder zumindest ausgiebig verändert.

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Die zehn noch stehenden Tore heißen Castiglione, Santo Stefano, Maggiore, San Vitale, San Donato, Mascarella, Galliera, Lame, San Felice und Saragozza.

Für die Puristen ist die Porta Mascarella ein Muss, denn sie ist eine der wenigen Tore, die ihren Charakter aus dem 14. Jahrhundert beibehalten hat wenn nicht sogar ihr originales Aussehen und ist eines der wenigen mittelalterlichen Überbleibsel der Stadt.
Porta Saragozza, Bologna
Er wurde als Sicherheitsrisiko angesehen und während seiner Existenz ständig geschlossen und dann wieder eröffnet. Der große Turm, der einst so dominant war, wurde im 16. Jahrhundert aus Angst, dass er von Artilleriegeschossen angegriffen werden könnte, zerstört.

Eines der am meisten veränderten und elegantesten Tore ist die Porta Galliera. Ihr wurde ein komplett neues Aussehen im Barockstil von dem Architekten Bartolomeo Provaglia zwischen 1659 und 1661 verliehen. Die externe Höhe des Gebäudes hebt die militärische Rolle hervor während die Pforte im Innenbereich eine dreigliedrige Fassade hat.

Ein anderes beeindruckendes Zinnenbauwerk ist die Porta Saragozza. Sie wurde im 17. Jahrhundert Teil einer jährlichen Prozession, die vom Stadtzentrum zu der Basilica della Beata Vergine di San Luca führte und so den Namen des Heiligen Tores verliehen bekam. Das originale Brückenhaus wurde mit einem neuen Bau im 19. Jahrhundert ersetzt und Bogen wurden auf beiden Seiten hinzugefügt, um es mit den beiden angrenzenden Türmen zu verbinden und mit der Fassade eine Einheit zu bilden. Das Ergebnis war, dass es nun wie eine Burg aus einem Märchenbuch aussieht.

Wenn Sie die Tore erkunden ist das eine großartige Gelegenheit, das historische Bologna zu besichtigen und die kleinen Juwelen, die diese Stadt zu bieten hat zu entdecken, die Sie ansonsten vielleicht gar nicht finden würden.
Bildnachweis:
Fotos 1 und 3: Photos of Bologna
Foto 2: Twice25 / CC BY-SA 2.5

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