Die Metropolitankathedrale des heiligen Peter, Bologna

Freitag, Juli 31, 2015
Veröffentlicht in : Architektonische Juwelen Emilia-Romagna Kirchen & Religiöse Gebäude Nordosten Italiens Sehenswürdigkeiten
Bologna Kathedrale, Außenseite
Die Cattedrale Metropolitana di San Pietro, oder auch Metropolitankathedrale des heiligen Peter, ist die Kathedrale von Bologna in der Region Emilia-Romagna in Italien. Der aktuelle Bau stammt hauptsächlich aus dem 16. Jahrhundert, aber die Geschichte dieses Gebäudes geht noch viel weiter zurück.

Der riesige, überzeugende barocke Innenbereich und der atemberaubende rote Außenbereich aus Backstein, der rosafarben verputzt ist und mit Marmorornamenten verziert ist, ergänzen sich perfekt. Wenn Sie ein Interesse an der barocken Architektur oder der Geschichte Italiens haben, dann wird Sie dieses Gebäude faszinieren.

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Bologna Kathedrale, Innenbereich
Im Jahre 1028 hat auf diesem Gelände bereits eine Kathedrale gestanden, gemeinsam mit einem vorromanischen Glockenturm. Diese Bauten wurden jedoch 1141 durch ein Feuer zerstört. 1184 wurde alles wieder aufgebaut und im 14. und 15. Jahrhundert wurden einige Veränderungen vorgenommen.

Fresken wurden der Garganelli Kapelle im 15. Jahrhundert von den Ferrarese Malern, Francesco del Cossa and Ercole de' Roberti hinzugefügt. Leider wurden diese bei späteren Restaurierungsarbeiten fast vollständig verloren. Bruchstücke der originalen Werke sind noch vorhanden, aber das ist leider auch alles.

Der Bischof von Bologna wurde im nachfolgenden Jahrhundert zum Erzbischof ernannt und dadurch ist die Kathedrale mit ihm in ihrem Rang zur "Metropolitankathedrale" aufgestiegen.
Terrakotta Figuren, Bologna Kathedrale
Um diese Zeit fing eine intensive Periode der Umgestaltung an, aber nur die Gruft und die größere Kapelle haben diese Periode der Veränderungen überlebt. Die Umbauten haben es geschafft, die Strukturfestigkeit des Gebäudes zu untergraben und die Gewölbe sind, gegen Ende des Jahrhunderts, zusammen gebrochen.

Der Bau eines komplett neuen Gebäudes begann im 17. Jahrhundert unter der Leitung von drei Architekten: Floriano Ambrosini, Alfonso Torreggiani und Cosimo Morelli. Dem Bau wurde eine neue Fassade im Barockstil (ebenso von Torreggiani) hinzugefügt.

Alles, was von dem originalen Bau noch übrig bleibt, ist der Glockenturm, der immer noch im Innenbereich des Gebäudes bewundert werden kann. Alle anderen Spuren des ehemaligen romanisch-gothischen Gebäudes sind verloren gegangen.

Das Gebäude beherbergt außerdem viele Kunstwerke einschließlich Ludovico Carraccis "Die Verkündigung an Maria", eine Gruppe von Terrakotta Figuren die den toten Christus und die weinende Maria abbilden und Gemälde von Prospero Fontana und Marcantonio Franceschini.

Das Fotografieren ist nicht gestattet, Sie müssen also wirklich selbst hierher kommen, um dieses Gebäude zu erleben und ein echtes Gefühl dafür zu bekommen. Die Kathedrale ist täglich von 7.30 Uhr - 18.45 Uhr geöffnet, aber der Zutritt ist während den Gottesdiensten beschränkt. Der Eintritt ist kostenfrei, es wird aber gebeten, eine kleine Spende, die für die Instandhaltung der Kathedrale genutzt wird, abzugeben. Führungen werden Samstags zwischen 14 Uhr und 16.30 Uhr angeboten.

Das ist ein wirklich atemberaubendes, architektonisches Juwel, das Sie besuchen sollten, wenn Sie in der Gegend von Emilia-Romagna ein wenig Zeit verbringen.

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